Eisenhütte Möhkö 1849-1908

Die historische Eisenhütte Möhkö wurde mitten in der Wildnis im Osten von Ilomantsi an der Stromschnelle Möhkönkoski des Koitajoki-Flusses errichtet. In diesem Zusammenhang entstand und wuchs auch das Dorf Möhkö.

Der in Ilomantsi geborene Carl G. Nygren erhielt 1838 zu Zulassung zur Gründung einer Eisenhütte und unter Adolf von Rauch aus St. Petersburg wurde das Werk in den Jahren 1847-49 schließlich errichtet. Kareliens großer Industrieller Nils Ludvig Arppe dagegen brachte die Eisenhütte auf den neuesten Stand.

Die Voraussetzungen zur Gründung der Eisenhütte waren das Seeeisenerz, das aus etwa 100 Seen gewonnen wurde, billige Holzkohle, die guten Wasserverkehrsverbindungen sowie die vorhandene Wasserkraft der Stromschnelle von Möhkö.

Zeitweise war Möhkö Finnlands größte Eisenhütte und bot bis zu 2000 Menschen Arbeit. Dank der Hütte wuchs das Dorf auf 600 Einwohner an. Das Werk unterhielt einen Verkaufsladen, eine Schule, eine Bibliothek und einen Lesesaal. 

Im Jahre 1908 wurde die Arbeit in der Hütte wegen ihrer abgelegenen Lage und der Verbilligung von Bergerz eingestellt. W. Gutzeit & Co erwarben das Werk und die Wälder.

Nach der Schließung der Eisenhütte verdienten die Bewohner von Möhkö und Ilomantsi ihren Lebensunterhalt durch Waldarbeit und Flößerei. Die Verwaltung von Enso-Gutzeit Oy, dem großen Forstunternehmen von Ilomantsi, war lange Zeit im Herrenhaus Pytinki in Möhkö untergebracht.

Im zweiten Weltkrieg wurde Möhkö stark mitgenommen. Ilomantsi verlor etwa ein Drittel seiner gesamten Grundfläche. In den 60er und 70er Jahren schließlich wurde es in Möhkö im Rahmen der fortschreitenden Landflucht und Mechanisierung der Waldwirtschaft immer ruhiger.

 

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